PRESSEINFORMATION
Kurzer Nachbericht zum Profi-Boxkampf am Pfingst-Samstag:
Berliner Mittelgewichts-Boxer Ebu Bulut
setzt Erfolgsserie fort
Erneuter Sieg im zweiten Profikampf in Boxarena Universal Hall / Nächster Fight für Bulut am 26. Juni 2004 in Berlin
Berlin, 2. Juni 2004. - Ebu Bulut, der in Berlin geborene Jung-Boxprofi, ist auf dem Weg, seinem Karrierevorbild Sven Ottke nachzueifern, ein weiteres Stück vorangekommen. Im zweiten Kampf seiner noch jungen Laufbahn als Profiboxer überzeugte der 21jährige Feinästhet Bulut und besiegte den Hamburger Slatko nach großem Fight nach Punkten. Nächster Höhepunkt für Bulut ist der 26. Juni, wo er in Berlin erneut gegen einen starken Gegner sein Können unter Beweis stellen will.
Pfingstsamstag, 23 Uhr erlebten die Zuschauer in der Universal Hall in Berlin-Tiergarten einen dieser seltenen inspirierenden Momente des Boxsports. Vergleichbar ist dies wohl mit jenem Kampf des mittlerweile zurückgetretenen Weltmeisters Sven Ottke vor acht Jahren in der Bördelandhalle von Magdeburg. Damals holte sich Ottke gegen einen hoch geschätzten Weltmeister den Titel nach dramatischem Kampf – und gab ihn fortan bis zum Rücktritt nicht mehr ab und avancierte zum großen Quotenbringer des Fernseh-Boxsports.
Zwar erlebte das Publikum am Pfingstsamstag keine Weltmeisterschaft, bekam aber spannende Boxkunst vom Feinsten geboten. „Ebu“ Bulut boxte gegen den „St.Pauli-Jung“ Slatko in seinem erst zweiten Profigefecht. Slatko war der von den Experten angekündigte harte Boxer. Der Hamburger trieb von der ersten Sekunde den Berliner vor sich her, „rammte“ wie ein wilder Stier Bulut seine Fäuste und auch den Kopf entgegen. Schon nach 15 Sekunden der 1. Runde das Schlüsselmoment des Kampfes: Ein unabsichtlicher Kopfstoß von Slatko führte zu einer Cutverletzung des Berliner Boxers. Diese Schnittverletzungen unterhalb der Augenbraue sind – so auch bei Ebu – heimtückisch, weil diese so stark bluten. In einer so frühen Kampfphase führt ein derartiges Cut oft unweigerlich zum frühen Kampfabbruch.
Hier dagegen erlebten die Zuschauer die Wandlung des Eduard Ebu Bulut. In unzähligen Amateurkämpfen durch seinen Boxstil nie mit Verletzungen konfrontiert, drehte der Berliner plötzlich auf und deckte seinen Kontrahenten mit schweren Wirkungstreffern ein. Die Stimmung unter den Zuschauern „explodierte“ und der Boxsaal wurde zum Hexenkessel. Ebu wird später in einem Interview sagen, dass er sich zu entscheiden hatte, ein vorzeitiges Kampfende wegen Verletzung hinzunehmen oder den Gegner K.O. zu schlagen. Der früher oft als emotionslose „Punktmaschine“ bezeichnete Berliner wandelte sich (blutüberströmt) zum Fighter. („Ich habe in meiner Boxlaufbahn das letzte Mal als 13-Jähriger geblutet. Ich wusste nicht, dass eine Kopfverletzung aus mir einen Vampir machen kann.“)
In der Ringpause kam der Moment des Sekundanten Werner Papke. 50 Jahre Berufsboxerfahrung hat der (viel gescholtene) Trainer Papke Er schließt mit einem boxtypischen Wundermittel die Augenbraunverletzung und brüllt förmlich im Zuschauergetöse der Ringpause seinen Schützling nach vorn, seine boxerischen Mittel einzusetzen. Nicht mehr blutend boxt Ebu nunmehr auf schnellen Beinen und stechenden geraden Stößen den immer wütender anrennenden Slatko klassisch aus. Durch eine gezielte rechte Schlaghand verpasst er auch Slatko ein tief klaffendes Cut an der Augenbraue. Von Runde zu Runde wird der „wilde Stier“ Slatko müder und der „Matador“ Ebu lässt ihn immer wieder in schwere Wirkungstreffer laufen. In seiner Profikarriere ist der Eisenschädel Slatko noch nie K.O. gegangen und so hält er bis zur letzten Sekunde des Kampfes die grölende Zuschauermenge und Ebu mit seinen wilden Schwingern in Spannung. Schlussgong – Aus – Sieg für Bulut!
Im Taumel der späten Siegesfeier im Ring zeigt Ebu außerdem Sinn für die
emotionalen Momente: Auf Händen wird sein Vater von Fans in den Ring getragen. Ein neuer Stern am Boxhimmel ist geboren – und von Freudentränen übermannt, widmet Ebu Bulut seinen Sieg seinem Vater, der als Inhaber eines Zeitungsladens in Wilmersdorf täglich hart arbeitet.
Am Samstag, dem 26. Juni 2004 dürfen alle Boxsportfreunde gespannt sein, ob diese furiose Entwicklung des „Ebu“ Bulut anhält – denn da steigt in Berlin sein nächster Profikampf.
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